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Über 52.000 Anhänger verabschiedeten Ingo Anderbrügge
Knapp ein Vierteljahr nach der berauschenden Pokalparty in der Arena AufSchalke sorgte ein weiteres Showereignis auf fußballerischem Gebiet für Aufsehen. Ingo Anderbrügge, Mitglied der "Eurofighter", die 1997 sensationell den UEFA-Cup gewonnen hatten, lud anlässlich der auf dem gesamten Vereinsgelände stattfindenden offiziellen Schalker Saisoneröffnung am 28. Juli zu seinem Abschiedsspiel. Die Organisatoren hatten realistisch kalkuliert und mit etwa 30.000 Zuschauern gerechnet. Dies wäre angesichts der Tatsache, dass sich lediglich der aktuelle Kader mit einer Auswahl ehemaliger Schalker Größen in einem Sommerkick duellierte, bereits ein beachtlicher Zuspruch gewesen. Als es endlich soweit war, strahlte der 38-jährige Hauptdarsteller jedoch über beide Backen. 52.623 Anhänger machten seine Verabschiedung zu einem Happening.
Wobei der Ehrentag des Linksfußes unter günstigen Vorzeichen stand. Zum einen hatte das Sommerwetter weit über 80.000 Anhänger zur Saisoneröffnung gelockt, zum anderen machten moderate Eintrittspreise von sechs Euro für einen Sitzplatz und drei Euro für einen Stehplatz den abschließenden Abstecher in die Arena AufSchalke zu einem verlockenden Angebot. Viele Fans nutzten die Gelegenheit, der eigenen Familie einmal den Ort zu zeigen, der sie alle 14 Tage magisch anzieht.
So fand das Spiel, dass die aktuelle Schalker Mannschaft schließlich dank der Tore von Gerald Asamoah, Sven Vermant (je 2), Victor Agali und Christian Pander mit 6:2 gewann, in angenehmer Atmosphäre statt. Den meisten Beifall heimste allerdings Ingo Anderbrügge selbst ein, als er einen Elfmeter in gewohnter Manier knallhart verwandelte und den Treffer von Publikumsliebling René Eijkelkamp mit einer präzisen Flanke vorbereitete. Der emotionale Ausklang, den er sich gewünscht hatte, war ihm spätestens bei der Auswechslung sicher, als sich der Blondschopf mit seinen beiden Söhnen Vincent und Marvin auf einer von Standing ovations begleiteten Ehrenrunde von den Anhängern verabschiedete. "Eigentlich wollte ich gern noch einmal im Parkstadion spielen, weil dort auch der Großteil meiner aktiven Karriere stattgefunden hat", erklärte Anderbrügge hinterher freimütig. "Doch ich bin froh, dass ich mich der Verein überredet hat, einmal in der Arena anzutreten. Dieses Erlebnis hat sich gelohnt."
Ein weiterer stimmungsvoller Abschied wird folgen, denn eine Woche vor dem Bundesligastart im Jahr 2003 wird auch Olaf Thon sein Abschiedsspiel erhalten. Zu Ehren des Weltmeisters tritt der FC Schalke 04 am Samstag, den 25. Januar 2003, gegen den FC Bayern München antreten. Der genaue Anstoßtermin muss noch festgelegt werden. Eines erscheint aber bereits jetzt sicher: Die Bilder aus dem Juli mit einem stimmungsvollen Abschied vor ganz großer Kulisse werden sich wiederholen.
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