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Große Politik in der Arena AufSchalke: Bundeskanzler Gerhard Schröder traf Polens Ministerpräsident Zdenek Miller
Ein Fußballspiel hat Gerhard Schröder bislang noch nicht in der Arena AufSchalke verfolgen können. Und dennoch weiß der Bundeskanzler die Vorzüge der multifunktionalen Spielstätte spätestens seit dem 22. September aus eigener Erfahrung zu schätzen. Beim 6. Deutsch-Polnischen Regierungsgipfel präsentierte sich das modernste Stadion Europas als erstklassiges Kongresszentrum.
Eine Veranstaltung von so hohem politischem Stellenwert hatte zuvor noch nie in einer Spielstätte in Deutschland stattgefunden. Aber die Arena AufSchalke ist schließlich mehr ist als ein Fußballstadion. Mit ihren vielfältigen Hospitality-Bereichen vermochte sie die Anforderungen des Treffens der Ministerkabinette beider Nachbarstaaten exakt zu erfüllen.
Zunächst hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder den polnischen Ministerpräsidenten Leszek Miller mit militärischen Ehren auf der Haupttrainingsfläche der Königsblauen empfangen. Unmittelbar darauf trugen sich beide Regierungschef sowohl in das goldene Buch der Stadt Gelsenkirchen als auch in das goldene Buch des FC Schalke 04 ein. Die Königsblauen ließen es sich natürlich nicht nehmen, sowohl Gerhard Schröder als Zdenek Miller ein Schalke-Trikot zu überreichen.
Anschließend tagten die Ministerriegen beider Länder fast drei Stunden in der modernsten Spielstätte Europas und stellten damit die Weichen für weiterhin gute nachbarliche Beziehungen. Die bilateralen Ressortgespräche fanden in den Logen und Incentive-Boxen statt. Damit folgten die Politiker dem Beispiel der Logenmieter der Arena AufSchalke, die ihre Boxen für 365 Tage im Jahr angemietet haben und diese regelmäßig dazu nutzen, Tagungen, Kongresse oder Präsentationen durchzuführen.
Abgeschlossen wurden die Konsultationen mit der obligatorischen Plenarsitzung. Einzig für diesen Programmpunkt musste die Arena improvisieren. Weil zu diesem Zeitpunkt der "Schalker Markt" noch nicht ganz fertig gestellt war, wurde an selber Stelle mit größerem Aufwand adäquate Tagungsräume hergerichtet. Kehrt der Bundeskanzler in Zukunft aus ähnlichem Anlass in die Arena AufSchalke zurück, stünden die passenden Räumlichkeiten nun natürlich zur Verfügung.
Nicht nur wegen der idealen Gegebenheiten bot sich Gelsenkirchen als Schauplatz des 6. Deutsch-Polnischen Regierungsgipfels an. Sowohl die Geschichte des Ruhrgebiets wie des FC Schalke 04 bietet viele Anknüpfungspunkte für die Beziehungen beider Länder, die bis in die Gegenwart reichen. So spielen etwa mit Tomasz Waldoch und Tomasz Hajto der ehemalige und der aktuelle der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft für die Knappen. Zu den Anhängern des polnischen Erstligisten Lech Poznan pflegt die Schalker Fan-Intitaive gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit schon seit einigen Jahren enge Kontakte.
Die beiden Profis der Königsblauen gehörten daher wie Vertreter von Lech Posen zu den weiteren Hauptdarstellern beim Regierungsgipfel. Weil man sich in einem Fußballstadion befand, musste auch der Ball rollen. Nach einer Diskussionsrunde der beiden Regierungschefs mit polnischen Jugendlichen und Schülern der Gesamtschule Berger Feld fand vor rund 1.000 Schülern aus rund 50 Schulen in Nordrhein-Westfalen ein Spiel der U17-Mannschaften des FC Schalke 04 und Lech Poznan statt. Gemeinsam mit Tomasz Waldoch führte Gerhard Schröder den Anstoß zur Partie der beiden Jugendmannschaften aus. Der Bundeskanzler wohnte der ersten Halbzeit der Partie bei, in der die U17 der Knappen mit 3:1 die Oberhand behielt.
Als das Spiel der Youngster abgepfiffen wurde, befanden sich die beiden Regierungschefs bereits wieder auf dem Heimweg. Aus der Arena AufSchalke werden sie den Eindruck mitgenommen haben, dass die Spielstätte nicht nur ein besonders schönes Fußballstadion ist, sondern dass ihre Vielseitigkeit sogar auf höchster politischer Ebene hilfreich sein kann.
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